Seitenbereiche:
  • zum Inhalt [Alt+0]
  • zum Hauptmenü [Alt+1]

Bischof der Diözese Feldkirch
Hauptmenü:
  • Informationen
    • Bischof Benno Elbs
    • Für Jugendliche und junge Erwachsene
    • Im Wortlaut
    • Was sagt der Bischof zu ...
      • Dialog der Religionen
      • Schutz des Lebens
      • Versöhnung und Heilung
      • Menschen am Rand
    • Spirituelles
    • Bischöfe in Feldkirch
      • Weihbischöfe und Generalvikare in Feldkirch (1819 – 1968)
      • Apostolische Administratoren von Innsbruck - Feldkirch (1925 - 1968)
      • Bischöfe von Feldkirch (seit 1968)
      • Bischöfe aus Vorarlberg
      • Wohn- und Amtssitze der Bischöfe in Feldkirch
    • Pressefotos
  • Kalender
  • Personen
  • Kontakt
Menü
  • Informationen
    • Bischof Benno Elbs
    • Für Jugendliche und junge Erwachsene
    • Im Wortlaut
    • Was sagt der Bischof zu ...
      • Dialog der Religionen
      • Schutz des Lebens
      • Versöhnung und Heilung
      • Menschen am Rand
    • Spirituelles
    • Bischöfe in Feldkirch
      • Weihbischöfe und Generalvikare in Feldkirch (1819 – 1968)
      • Apostolische Administratoren von Innsbruck - Feldkirch (1925 - 1968)
      • Bischöfe von Feldkirch (seit 1968)
      • Bischöfe aus Vorarlberg
      • Wohn- und Amtssitze der Bischöfe in Feldkirch
    • Pressefotos
  • Kalender
  • Personen
  • Kontakt
Inhalt:
  • Bischof der Diözese Feldkirch (4)
  • Aktuelles

Menschen der Hoffnung

Predigt von Bischof Benno Elbs zum Jahreswechsel 2025/2026

Liebe Schwestern und Brüder!

 

Am letzten Abend dieses Jahres stehen wir an einer Schwelle. Hinter uns liegt ein Jahr voller Erfahrungen, guter und weniger guter. Vor uns öffnet sich ein neues Jahr, dessen Wege wir noch nicht kennen. Gerade heute, an diesem Übergang, tut es gut, zurückzuschauen, Gott zu danken und zugleich um seinen Segen für das Kommende zu bitten.

 

Heute geht zudem das Heilige Jahr zu Ende, das Papst Franziskus unter das Leitwort „Pilger der Hoffnung“ gestellt hat. Dieses Motto hat uns das ganze Jahr hindurch begleitet. Es trifft den Nerv unserer Zeit. Denn Hoffnung ist vielleicht die wichtigste Haltung, die wir heute pflegen können. Das vergangene Jahr hat uns erneut gezeigt, wie sehr unsere Welt sie braucht: Das Vertrauen in die Demokratie bröckelt. Opfer von Kriegen werden als Kriegstreiber diffamiert. Politische Allianzen und Bündnisse, die bisher als stabil und unerschütterlich galten, werden plötzlich brüchig. Die Klimaveränderungen führen von Jahr zu Jahr zu immer mehr Dürren und Unwettern, während effektive Maßnahmen der Weltgemeinschaft weiter auf sich warten lassen. Im digitalen Raum verschwimmen die Grenzen zwischen Wahrheit und Fake News; Radikalisierung und Polarisierung bestimmen das Feld. Orientierung fällt schwer, weil alles möglich und zugleich nichts verlässlich scheint.

 

In einer solchen Situation sind wir als Christinnen und Christen Hoffnungsboten. Denn Hoffnung ist vielleicht das Schönste, das wir als Getaufte anderen Menschen schenken können. Sie weitet den Blick und hilft uns, auch die größten Lasten des Lebens zu tragen: am Kranken- oder Sterbebett, in Trauer und Verzweiflung und in all den schwierigen Momenten, in denen wir nicht mehr weiterwissen. Denn hoffen heißt, für die Zukunft offen zu sein und auf das gute Wirken Gottes in unserem Leben zu vertrauen.

 

Worte der Hoffnung

Das Christentum selbst ist aus einer Bewegung der Hoffnung entstanden. Es ist erstaunlich, dass Jesus selbst das Wort Hoffnung kein einziges Mal verwendet hat und es auch in den Evangelien gänzlich fehlt. Und doch ist sein ganzes Leben von Hoffnung durchzogen. Schon in den ersten Christengemeinden sehen wir, wie die Hoffnung nach und nach neben dem Glauben und der Liebe zu einem zentralen Merkmal christlichen Lebens wird. Schließlich wird sogar Gott selbst „Gott der Hoffnung“ genannt (Röm 15,13). Gott ist, wie Papst Benedikt schrieb, „das Fundament der Hoffnung – nicht irgendein Gott, sondern der Gott, der ein menschliches Angesicht hat und der uns geliebt hat bis ans Ende: jeden einzelnen und die Menschheit als ganze.“ (Benedikt XVI., Spe salvi 31) Gott kennenzulernen und ihm im Gebet zu begegnen, bedeutet daher auch, Worte der Hoffnung zu empfangen für das eigene Leben. Ich hoffe, dass ihr viele Worte der Hoffnung im vergangenen Jahr gehört habt. Vielleicht aber wart ihr selbst für andere ein solches Hoffnungswort und habt anderen Mut gegeben für den nächsten Schritt.

 

Orte der Hoffnung

Hoffnung braucht Orte, an denen sie lebendig wird. Unsere Pfarrgemeinden sind solche Orte. Hier teilen wir Freude und Sorgen und erfahren Gemeinschaft. Auch unsere Familien, wo Liebe und Vergebung gelebt werden, sind Orte der Hoffnung. Ebenso gehören die vielen Vereine dazu, in denen Menschen sich für andere einsetzen und Verantwortung übernehmen. Überall dort, wo Menschen füreinander da sind, entsteht ein Raum, in dem Hoffnung wachsen kann. Diese Orte sind unverzichtbar. Sie geben Halt, Orientierung und das Vertrauen, dass das Leben nicht allein aus Krisen besteht, sondern dass immer wieder neue Wege möglich sind.

 

Taten der Hoffnung

Hoffnung darf nicht abstrakt bleiben, sie muss sich in konkretem Tun zeigen. Sie zeigt sich in der Bereitschaft, Verantwortung für andere zu übernehmen. Taten der Hoffnung sind dort sichtbar, wo Menschen sich nicht mit Unrecht abfinden, sondern dagegen ankämpfen; wo Menschen nicht wegsehen, sondern helfen; wo Menschen anderen, die selbst nicht gehört werden, eine Stimme geben.

 

Christliche Hoffnung ist nicht blind für das Leid in der Welt. Aber sie vertraut darauf, dass jedes gute Wort, jede helfende Geste und jede aufrichtige Begegnung ein Stück Veränderung bewirken kann. Hoffnung zeigt sich in unserem Tun – sei es in der Aufmerksamkeit für die Einsamen, in der Versöhnung nach einem Streit oder in der Beharrlichkeit, sich für Frieden und Gerechtigkeit einzusetzen. Christliche Hoffnung ist kein leeres Wort, sondern eine Haltung, die unser Leben prägt und sich auf andere auswirkt.

 

Liebe Schwestern und Brüder!

 

Unser Vorbild in allem, was wir tun, ist Jesus Christus. In Ihm ist der Gott der Hoffnung Mensch geworden. Er hat, wo und sooft er nur konnte, Worte der Hoffnung gesprochen, Taten der Hoffnung gesetzt und so die ganze Welt zu einem Ort der Hoffnung gemacht.

 

Von Herzen wünsche ich uns, dass uns das Motto des Heiligen Jahres auch über diesen Tag hinaus begleitet und dass wir nach dem Vorbild Jesu Menschen der Hoffnung werden, die Worte der Hoffnung weitersagen, Orte der Hoffnung schaffen und mit Taten der Hoffnung anderen Menschen Freude und Zukunft schenken.

 

Von Herzen wünsche ich euch viel Segen für das neue Jahr 2026!

 

Bischof Benno Elbs

Veröffentlicht am 31.12.2025
Drucken Teilen

Inhalt teilen

Bitte wählen Sie, auf welche Weise Sie die Seite teilen möchten.

Menschen der Hoffnung

Predigt von Bischof Benno Elbs zum Jahreswechsel 2025/2026
Mehr lesen

Neues Jahr, neue Zuversicht

Gedanken zum neuen Jahr von Bischof Benno Elbs
Mehr lesen

Vereinte Gegensätze

Gedanken zum Weihnachtsfest von Bischof Benno Elbs
Mehr lesen
Fotocredit: Katholische Kirche Vorarlberg / Veronika Fehle

Hirtenwort im Advent 2025

Der Advent ist eine Zeit des gespannten, staunenden Wartens. Bischof Benno Elbs lädt in seinem Hirtenwort ein, in den...
Mehr lesen
Du bist hier
  • Bischof der Diözese Feldkirch (4)
  • Aktuelles

Bischofshaus


Wir helfen Ihnen gerne weiter

Kontakt aufnehmen

 

Bischöfliches Sekretariat

Hirschgraben 2, 6800 Feldkirch

T +43 5522 3485-7500

F +43 5522 3485-7509
bischof@kath-kirche-vorarlberg.at
 

Öffnungszeiten

Montag bis Donnerstag von 08.00 bis 17.00 Uhr

Freitag von 08.00 bis 12.00 Uhr

 

  • Impressum
  • Datenschutz
Anmelden